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9. Tansen Umgebung

So, ich hab mal versucht alle Bilder auf die Reihe zu bekommen, denn von der Villa Kunterbunt in Tansen aus machten wir fast täglich Ausflüge zu Fuss oder mit dem Buss oder Jeep, an manchen Tagen stand ich früh mit der Sonne auf um alleine auf dem Berg zu steigen und in ruhe Fotos zu machen,

ich war es nicht gewohnt ständig jemanden um mich zu haben und brauchte auch mal Abstand, jetzt, wo mich Gabriella sogar auf den Markt begleitete um Tabak und Obst zu kaufen oder mitzog, wenn ich mit der Köchin Bischnu alles zu unserem gegenseitigen Kochlehrgang einkaufte.


Jepp, ich habe gelernt Dhal zu kochen, aber gleich wieder vergessen, dafür war Bischnu eine hervorragende Pizza Bäckerin und über meine Pizza Salami hat sich am meisten die Katze gefreut, weil ich nicht dran gedacht hatte, das ich die Küche vor dem verlassen sichern sollte, so gab es Pizza ohne Salami mit jeder menge Tatzenabdrücke und Katzenhaaren, wir sind ja abgehärtet!
Manche der vielen Bilder kann ich leider nicht mehr zuordnen, ich weiß zwar den Augenblick, wenn ich sie fotografiert hatte, aber wann und wo das war und bei welchem Ausflug, da ist das Ganze doch viel zu lange her.
Das an welches ich mich am meisten erinnern kann, war ein Ausflug mit dem Jeep, und zwar mussten die Straßen immer wieder ausgebessert werden, da während der Regenzeit viele Hänge durch Abholzung für Feuerholz abrutschten und somit auch die Straßen, damals wurde auch an einem Aufforstungsprojekt der Hänge gearbeitet.
Einmal im Monat, für der Beauftragte des Bauprojektes in die entlegensten Orte, die sonst kein Tourist zu sehen bekommt ab um die Arbeiter auszubezahlen. für mich natürlich eine Herausvorderung, wo ich ja Land und Leute kennen lernen wollte, ich glaube für Gabriella weniger, die von Anfang an doch lieber wieder ins grüne Bali gereist wäre (hier war alles braun und rot, kurz vor der Regenzeit)  um sich am Strand zu räkeln, sie verschanzte sich dann auch im Jeep, während eine Horde Kinder außen herum tanzten, denn ein Auto war was ganz besonderes.


Durch meine Schwester hatte ich auch die Möglichkeit mit den Leuten zu reden, was wenn wir alleine oder mit Führer unterwegs waren nicht so leicht ging, so habe ich viel über das Leben auf dem Lande erfahren.
Zu aller erst, wenn man Tansen verlässt, sieht man auf der linken Seite den Tierfriedhof oder Knochenfriedhof, ich glaube nicht das diese Knochen von Schlachtungen herrühren, denn soweit ich sehen kann liegen hier viele Kuhschädel, mich fasziniert dieser Ort:
 
Weiter geht es über holprige Straßen, weit ins Hinterland in entlegene Dörfer.

Ein Dorfplatz, wenn ich mit dem Auspacken meiner Kamera schnell genug gewesen wäre, hätte man Alle beim rauchen erwischt, das gehört sich aber nicht vor Fremden, oder auf einem Foto, die Glimmstängel glimmen alle im Hintergrund weiter, praktisch solch ein Wollschal!
 
Jungs sind was ganz Besonderes, während die Mädchen im jüngsten Alter schon Zuhause helfen müssen, können die Jungs rumtollen und haben mehr Eechte als die Mädchen, kein Wunder, wenn man bedenkt, das ein Vater seinen Töchtern die aussteuer und Hochzeit finanzieren muss und der Mann garnix in die Ehe einbringen muss.
In Reih und Glied stellen zum fotografieren ist Usus!

Unser Fahrer, der uns durch Pisten und Schlaglöcher manövrierte!

Die Mütter sind sehr stolz auf ihre Neugeborenen und wollen auch immer das man diese fotografiert.

Bei der Lohnabrechnung der Arbeiter, die Frauen müssen dabei sein, sonst muss die Familie hungern, da die Männer in Null Koma nix die wenigen Groschen in Alkohol eintauschen und die Familie sich dann nichtmal das Essen leisten kann.
Tansen war herrlich, dadurch, das wir vorher ständig gezwungen waren unser gesamtes Gepäck mit uns herumzuzerren, hatten wir jetzt die Möglichleit alles außer der Fototasche und ein paar Rupien im Haus zu lassen und die Gegend ohne sorge um unsere 10 Kilo Taschen haben zu müssen zu erkunden.
Oftmals verbrachten wir die Hälfte des Tages im Garten mit lesen oder mit bummeln in den kleinen Handwerksläden und ständen des Basars.
Ab und zu, wenn Gabriella noch schlief, machte ich mich früh morgens auf den weg oben auf den Hügel um den Sonnenaufgang am Himalajagebirge zu fotografieren, was natürlich mit Schwarz-Weiss Filmen absolut prima rüber kommt, aber die Stimmung war herrlich, die Leute waren freundlich und zuvorkommend, lachten oft und inzwischen hatte ich das gängige Begrüßungswort mit zusammengelegten händen und leicht nickendem Kopf "Namaste" (was so viel heißt wie "Grüß Gott" oder "Gott schütze Dich" wohl eher) in meinen täglichen Wortschatz aufgenommen.


Hier oben gab es viele Tibeter, die mit ihre Yak Herden ins Tal wanderten, diese Menschen mit Ihrem mongolischen Einschlag waren fremder und unnahbarer als die neugierigen Nepalis.
An manchen Tagen hatten wir eine bestimmte Route zu laufen, während dieser Tage hatten wir einen jungen Führer vom Dorf, der etwas englisch sprach, an anderen Tagen aber war meine Schwester mit uns unterwegs und sie lief natürlich nicht nur vorne raus, sondern erzählte uns von Land und Leuten, befragte Bauern oder Händler und wir gingen gar wilde Wege Querfeldein, an keine Straße gebunden, durch Bachbette und Wälder.

So an einem Tag; wir wagten uns auf die Busse und zwar nicht innen drin, sondern setzten und in freier Luft oben auf und genossen die Aussicht, von hier aus war es wirklich wert wunderschön alles zu überblicken, nur jemandem mit Magenproblemen würde ich diesen Höhenflug nicht raten, denn hier gibt es Abgründe und die Bussfahrer fahren Ralleys. nicht selten landet ein Buss im tiefen Abgrund.
Wenn man an den Busshaltestellen ankommt gibt es immer einige Häuser, einen Imbiss in dem des Dhal gibt und natürlich Pepsi und Sinalco, kein Wasser, wer Wasser haben möchte, der sollte in einer Teestube Tee trinken, aber Wasser aus dem Wasserhahn ist für uns tabu!
Eine Teestube, weit ab vom Weg, der kleine Junge bringt seiner Mutter das Lesen bei, was er bis jetzt in der Schule gelernt hat:
 
Ein Korbmacher auf dem Feld:
 
Unterwegs durch ein Dorf, begegnen wir dem ersten Wunder der Technik, einen Trecker fürs ganze Dorf und jeder darf bei der Einweihung mal mitfahren, auch wenn es nur bis ans Ende des Dorfes geht:

Ganz unten im Tal, ist der Boden fruchtbar, die Erde ist nicht so steinig wie oben an den Hängen und man kann Früchte wie Mangos oder Bananen pflanzen.
 
Sie kann uns alles über die angebauten Bananen erzählen, welche Art sie sind, wie lange sie brauchen bis sie Früchte tragen, wie viele Früchte eine Palme ergibt, zu was man die Bananen am besten benutzt und Sie lässt uns verschiedene Sorten probieren, wir sind von den Socken als wir hören wie viele arten von Bananen es gibt, denn Banane ist nicht gleich Banane!

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