Einmal um die ganze Welt 1

Es ist Sommer 1981, die Schule ist aus, wir haben unser Zeugniss und minndestesns zwei Monate Zeit, bis Elke nach Heidelberg studieren kann und ich nach Karlsruhe meine Ausbildung beginne, also was macht Frau da logisch! Wir wollen in den hohen Norden reisen, da wir Europas Süden ja schon kennen und so viel über diese Länder gehört haben!
Der Zug kommt an und wir quetschen uns in ein Abteil, Passagiere kommen und gehen, nur wir sitzen in Frankfurt, Köln, Bremen, Hamburg, Kiel ... hoppla, müssen wir in Kopenhagen aussteigen?

Da geht es ja übers Wasser! na so wie ich mich erinnern kann, nicht und schon am nächsten Tag betreten wir schwedischen Boden.
Ein kleiner Schritt für mich, ein großer Schritt für die Menschheit!

SCHWEDEN - MALMÖ


Super! Was jetzt? Man sieht schon an den Häusern, hier ist alles ganz anders, viel Holz und Weiß und ich fühle mich an Pippi Langstrumpf und Michel aus Löneberga erinnert.
Zu aller erst werden Elkes Bekannte angerufen, Geld hatten wir ja schon eingetauscht und für Kleingeld wurde erst mal eingekauft, Milch so wie wir dachten, denn es stand so was ähnliches drauf, aber was wir bekamen war Milch kurz vor dem reifen zum Käse, eine Delikatesse für den der's mag, wir waren nicht schlecht überrascht!

 




Wirklich eine echte Delikatesse! würg und das nach einem Tag Bahnfahrt!
Wir hatten Glück, Elke's Bekannten waren zu Hause und Sie hatten auch schon ein volles Programm auf die Beine gestellt, nun aber zu aller erst nach Göteburg kommen. Wir hatten Glück, denn wie wir bald merken sollten ist Autostop in Skandinavien keine gute Idee, denn entweder es kommt stundenlang kein Auto vorbei oder das Auto ist so voll gepackt, das hier nicht mal jemand auf dem Ersatzreifen Platz gehabt hätte.
Wir trafen auf einen Piloten, der in Kopenhagen arbeitet und nach Göteburg fahren musste, so konnten wir die ganze Strecke in einem mitfahren und kamen endlich in Göteburg an.
 

SCHWEDEN - STOCKHOLM


Also wie wir von Göteburg zu unserem vereinbarten Treffpunkt bei Stockholm gekommen sind oder weshalb wir vorher noch unbedingt nach Stockholm mussten ist mir heute ein Rätsel.
Überall wurde von dieser Stadt geschwärmt, die schönste Stadt von Skandinavien, das nördliche Venedig, ich konnte dem nichts beipflichten, da von dem Zeitpunkt an dem wir die Stadt betraten es anfing in strömen zu regnen und es wohl erst aufhörte, als wir wieder die gegangen waren.
Völlig durchnässt stiefelten wir mit schweren Rucksäcken durch die Innenstadt auf der suche nach der Jugendherberge, bis wir merkten, das wir schon mindestens zehn mal daran vorbei gelaufen sind, nämlich an einem Schiff das dort ankerte, mußten wir feststellen, das alle Betten belegt waren, Mann solle doch bitte vorbestellen, deshalb machten wir uns kaum Hoffnung in einer der anderen Herbergen Unterkunft zu finden.


Also machten wir einen kleinen Stadtbummel bei dem ich mir gleich einen riesen dicken Wälzer über Salvatore Dali kaufen musste, den ich in den nächsten Wochen mit mir schleppen durfte.
 Dann verließen wir die Stadt in Richtung Vorstädte und die Sonne ging auf. Elke's Freunde erwarteten uns schon obwohl wir keinen Zeitpunkt ausgemacht hatten, denn Sie hatten vor, Uns mit in den Wald zu nehmen, aber alles weitere gleich!

SCHWEDEN - AM SEE


Was machen die schwedischen Städter in Ihrer Freizeit?
 Ganz einfach ... Sie fahren in den Wald!
Uns wurde nix gesagt, nur, das es eine Überraschung ist, so fuhren wir Alle ins Auto gepackt mit vielen Utensilien los, die Eltern des einen Bekannten waren schon losgefahren, wir fuhren durch Wälder und Alpine strecken immer ferner der Heimat, so langsam war ich am zweifeln ob ich jemals wieder meine Heimat sehen sollte, nicht umsonst gibt es in diesen kargen Landstrichen die die gruseligsten Krimis, da muss ja auch was dran sein!


Es ging nach langem Serpentinweg auf einen Feldweg in der Pampa, wir streiften mit dem Kotflügel Eichhörmchenpopps, so sehr fuhren wir in das Dickicht, bis sich vor unseren Augen das Dickicht öffnete und wir ein kleines zwei stöckiges Häuschen, nebenan eine alte Hütte und gerade aus vor uns einen wunderschönen einsamen See sahen.
Ein Blich auf den See vom oberen Wald aus:

 



Wir packten natürlich sofort unsere Sachen aus, in der Küche des Wochenendhauses wurde schon der Brotteig für ein Brot gefertigt, das nicht gebacken werden musste, dazu sach ich jetzt mal in Schweden gibt es Knäckebrot, das war Gott sei Dank keines, sondern ein richtiges Kastenbrot und schmeckte köstlich, gekocht wurde vegan und während Peter (ich glaube sie hießen Peter und Allan, ich nenn Sie jetzt mal so), während Peter im Wohnzimmer des stromlosen vier Zimmer Hauses meditierte, meditierten Elke und Ich mit einer Kerze bewaffnet in der Hütte nebenan und suchten in voller Dunkelheit den Doppelsitzer Donnerbalken auf! Keiner wollte da alleine raus gehen, vor allem wenn man spezielles Essen nicht gewohnt war und die Sitzung länger dauerte, man hörte unter sich ein Rascheln, was wohl den Ratten zuzuschreiben war!


Abends ging man dann im See baden und Morgens saß man mit Zahnbürste und Handtuch bewaffnet am Ufer.
Ausflüge waren hier natürlich am Tagesplan, Querfeldein wandern zum Beispiel, hier hätte mich auch fast ein Elchbaby und danach auch glatt noch seine Mama überfahren, wenn die Jungs mich nicht vorher zurückgehalten hätten!
 In den Wäldern gibt es jede Menge Beeren, wie Heidelbeeren zum Beispiel und die Aussicht ist umwerfend.

 

 


An manchen Tagen fuhren wir mit dem Ruderboot auf den See und erkundeten die Umgebung, Das heißt, wenn nicht wieder die Bieber die Durchfarten versperrt hatten, wir konnten Sie sogar beim Baumfällen beobachten, hier konnten wir auch mal ein anderen Ferienhaus von Aussen begutachten, das aber schon länger leer stand, anbei vor dem Haus, jede menge Gerümpel, dem die Natur so langsam Herr wurde.

 

 

Wir blieben eine Woche, was meinem Rücken und meinem Schlaf ehrlich gesagt gut getan hatte, denn es sollten noch kalte Tage auf Uns zukommen wie wir so langsam merkten, ohne Zelt, nur mit Schlafsack und Isomatte bewaffnet! brrrr schlotter, ach ja und von den Schnaken ... will ich mal garnicht anfangen, denn das kommt noch!

SCHWEDEN - MÄRBACKA


Nach einigen Tagen ausspannen und faulenzen im schwedischen "Dschungel" mussten wir weiter ziehen, denn Alle fuhren zurück zum Arbeiten und wir wollten ja eigentlich etwas erleben!
Was ergab sich da zu unserem Glück: 
Ein Verwandter war Ausfahrer für schwedische Kekse, er fuhr die ganzen Touristenzentren an und konnte uns so weit wir wollten mitnehmen! Wie passend! Nur hätten wir uns vorher besser um Wegzehrung kümmern müssen, denn was gibt es in einem Transporter voller schwedische Kekse zu essen?
Schwedische Kekse natürlich und die in Mengen, wir mussten von allen probieren, die auch nur einen geringsten Transportschaden vorweisen konnten, ich glaube ich war nahe eines Zuckerschocks, denn das Zeug war so Zucker süss wie eine Ladung Negerküsse!
Wir sahen viele interessante und schöne Parks und bei herrlichem Sonnenschein, wurde durch die schwedischen Ebenen gefahren und immer mal wieder an verträumten Plätzen ausgeladen.

 


 
In Märbacka sind wir dann geblieben, denn erstens war Märbacka auf unserer Route und es war das Landgut von Selma Lagerlöf, auf dem sie lebte und wirkte.
Ich denke diese Bilder sind von Märback, wenn nicht dann von Parks in der Gegend.

 

 

 


Von hier aus ging es wieder weiter, wir beide Solo auf Schusters Rappen und kaum waren wir unterwegs, da wurde es schon unangenehm kalt und dunkel. Nun was macht man da, denn weit und breit nur Bauernhöfe und einzelne Häuschen sind? Natürlich: man geht zu einem Bauern und frägt ob man in der Scheune im Stroh übernachten darf! Was Frau natürlich nicht bedacht hatte, vielleicht vorher ein paar Worte schwedisch zu lernen, viele Farmer schauten uns nur seltsam oder gar entsetzt an, denn irgend etwas, das wir gesagt hatten machte sie unruhig! War es Barn oder Scheune weiss der Teufel was, im Nachinein erfuhren wir, das "Kinder" auf schwedisch "Barn" (Scheune) heisst! Also die müssen uns schon für etwas bescheuert oder seltsam gehalten haben, als wir so garkeine Unterkunft fanden, rollten wir unsere Iso Matten hinter einer Hütte auf und versuchten einzuschlafen, aber da kamen sie schon ... die schwedischen Killerschnaken! Da half nur in den Schlafsack zu kriechen und zu hoffen das keine den Weg hinein gefunden hat, es summte und machte wie ein Battalion Helikopter und so griffen sie auch an! Wir wurden bis auf den letzten Tropfen ausgesaugt und schworen Uns:
Nie wieder Schweden im Freien übernachten! Autsch!

SCHWEDEN - FREILICHTMUSEUM 


Am nächsten Morgen brachen wir sehr früh unsere Zelte ab, wir hatten eine sehr unruhige, schlaflose Nacht und sind erst sehr spät eingeschlafen, wie froh wären wir gewesen, wenn wir zumindest ein Zelt dabei gehabt hätten, aber gut, wir beschlossen zur nächsten großen Straße zu pilgern und in Richtung Oslo zu trampen.
Na super, kaum hatten wir die Straße erreicht, da fing es schon wieder an zu regnen, Gott sei Dank hatten wir Glück und es regnete nicht während der Nacht, also Riesenpariser ausgepackt und versucht alles wasserdicht zu machen, wie ein blaues und ein rotes Kaputzenmännchen standen wir da eingehüllt an der Straße und verfolgten mit den Augen sehnsüchtig die paar Autos, die innerhalb von zwei Stunden an uns vorbei rauschten, bis jemand Mitleid mit uns Gartenzwergen hatte und anhielt, inzwischen war es uns auch ganz egal wohin dieses Auto fuhr, Hauptsache weg, weit fort aus dem Regen!


Wir sind auf einen Lehrer getroffen, der erzählte, er habe eine Tochter in unserem Alter und wo wir denn hin wollten, wir sagten nur. ins Trockene! und er fuhr uns über Straßen durch Wälder in einen Park wo er die Verantwortlichen kannte.
Ich hab jetzt alle Parks durchgesehen, aber ich denke unser Park hat sich in der Zwischenzeit so sehr verändert, das ich Ihn nicht mehr erkennen würde:
Wir fuhren durch ein altes Stadttor, dahinter verbargen sich etliche altertümliche Häuser, Landhäuser, Schmiede, Mühle, Scheunen, alles lag rund um einen Dorfplatz und die Menschen dort trugen Kostüme aus dem neunzehnten Jahrhundert, gingen ihrem Handwerk nach und am See gab's eine große Scheune, wo man alle Produkte die von Hand hergestellt wurden erwerben konnte.
 Das Ganze wirkte für mich wie ein Märchen, da, kaum hatten wir die Pforte überschritten, fing an die Sonne zu scheinen und tauchte das kleine altertümliche Dorf in gleisendes Sonnenlicht.


Unser Bekannter erzählte uns, das wir Glück hätten, denn dieses Freilichtmuseum, das aus alten Handwerksbetrieben zusammengestellt wurde, erlebte anscheinend einmal im Jahr für eine Woche ein Fest, was mich absolut an das Musical Brigadoon erinnerte, es erwachte zum Leben, die Menschen aus dem Nachbardorf trugen Kleider wie früher, backten Knäckebrot, das eigentlich rund ist und innen ein Loch hat, da es an einer Stange in den Ofen geschoben wird, webten Stoffe, machten Marmelade, Essen, Kleider und natürlich auch die berühmt berüchtigten Schweden-Kappen, a lá Michel aus Löneberga, wo ich mir gleich eine kaufen musste.
 Das rote Kreuz hatte dort einen Wohnwagen mit zwei Liegebänken, wir bekamen den Schlüssel für die Nacht, so das wir diese Nacht im Trockenen schlafen konnten und dazu noch auf Bänken, welch ein Luxus, so stellten wir bei den Damen vom roten Kreuz unsere Rucksäcke ab und erkundeten das Freilichtmuseum.


Leider habe ich keine Ahnung mehr wie das hieß, wir hatten sehr viel Spass, mit traditioneller Musik, Knäckebrot backen, weben, es gab sogar Pferde, nur leider hab ich keine Bilder gemacht. 
Abends wurde der Ort immer leerer, zuerst verschwanden die vielen Touristen, dann so langsam auch die Dorfbewohner und nach einer letzten Runde um den Park, vielen wir müde auf unseren Pritschen nieder.


Früh morgens, wachten wir auf, ich glaubte einen Elch draussen gesehent zu haben, auf jeden Fall standen wir auf und machten uns auf den Weg eine Farm zu finden, das dürfte hier ja nicht zu weit weg sein, denn Gestern waren viele Leute zu Fuss oder mit dem Fahrrad da.


Es war so früh, das der Nebel über dem See war:

 

 

 
Wir brauchten nicht lange um fündig zu werden und glücklich mit zwei frisch abgefüllten Flaschen Milch, die köstlich schmeckte, begaben Wir uns wieder, umgerechnet eine Mark ärmer, aber dafür so viel reicher, zurück in den Wohnwagen.
 

Hier holten wir unser neu erstandenes Knäckebrot, die Marmelade und manches Andere und setzten und an den See zum Frühstück.
 

NORWEGEN - OSLO


Von unserem "Retter" wurde sogar in die Wege geleitet, das uns am nächsten Morgen jemand mit nach Oslo nahm, was wirklich gigantisch war, wenn man die Möglichkeiten betrachtet wie man von der Pampa in Schweden nach Oslo gelangt. Ich möchte diesem Herrn hier nochmals ausdrücklich danken.


Oslo!
Oslo, Oslo ... die tollste Stadt, die ich je in meinem Leben gesehen hatte, ich liebte Oslo, wenn mich einer damals fragte: Was ist Deine Lieblingsstadt, dann sagte ich gerade aus: "Oslo!" ich liebte die Stadt, die Läden, die Sehenswürdigkeiten, die Straßenmusiker und Schausteller auf den Straßen, ich liebte Alles!
Nach einem ausgefüllten Picknick zwischen Straßenmusikern in einem Park, beschlossen wir uns etwas Kultur einzuverleiben.
Was gibt es da in Oslo nichts naheliegenderes, als den "Vigelandpark"


Wer von Euch Google Earth hat, der kann, wenn Er Lust und Laune hat diesen Park online besuchen, es gibt etwa fünf 360° Panoramas und etliche Bilder:


Und wir hatten einen herrlich sonnigen Tag erwischt und genossen den Einfluss der Kunst:
 
 

 

 

 




 NORWEGEN - BERGEN


Nach einigen Tagen Sightseeing in Oslo und teurer Jugendherberge, haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, wir hatten kein festes Ziel, doch als wir nach nicht all zu langer Zeit einen Ride nach Bergen bekamen, waren wir hoch erfreut. 
Dies war eine der schönsten Autostrecken die ich je erlebt hatte, wir fuhren durch Wälder, an Seen und Fiorden vorbei, sahen Wasserfälle, Seen und Schluchten und ganz oben, in schwindelnder Höhe, machten wir im Nebel eine Pause und kamen uns vor wie "On the Top of the World!".


Hier, das hab ich gefunden, für denjenigen den es interessiert:
http://www.fjordtours.com/de/norwege...vidda-plateau/
In Bergen angekommen, fragte unser Fahrer ob wir denn schon eine Übernachtungsmöglichkeit hätten, ich sagte spontan "Ja!", meine Schwester sagte "Nein!"
Na super, denn der Typ war mir wirklich nicht ganz koscher und als Er uns erzählte, das seine Frau und die Kinder in Urlaub währen, sagte ich mir nur: "Holzauge! Sei wachsam!"
Er bot uns an mit zu Ihm zu kommen! manches mal liebe ich ja die Unbeschwertheit meiner Schwester, aber nicht in solchen Situationen!
Ok, wir gingen mit! Was mich erst mal stutzig machte, war, das Wir uns im Auto ducken sollten, das uns die Nachbarn nicht sehen! Oha! Dann boht Er uns ganz üblen Fussel an, der bei mir eine arme Pflanze wässerte, gegen Abend fing ich dann an meine Isomatte und meinen Schlafsack im Wohnzimmer auszurollen, worauf er dann meinte wir sollen doch ins Bett kommen, da währe es viel bequemer! Ne, danke wir hatten genug Bequemlichkeiten! Nachts kam er dann raus und versuchte uns aufzuwecken, wir schlafend gestellt, warteten bis Er wieder im Bett war, rollten leise unsere Schlafsäcke zusammen und wollten gehen, worauf Wir merkten, das Er die Wohnungstür abgeschlossen hatte! Na super! wir rüttelten an der Türe und der Idiot kam raus und wollte uns nicht gehen lassen, worauf ich Ihm androhte, das ganze Viertel zusammen zuschreien und fing an lauthals Theater zu machen! 
Wir waren schneller Draussen wie wir gucken konnten und flüchteten weit weg in Richtung Stadtzentrum!


Wenn ich so zurück denke, war das unsere Einzigste schlechte Erfahrung und das konnte man eigentlich voraussehen, wenn meine Schwester mal öfter auf mich hören würde!
Ok. eine Erfahrung gibt's noch die ist aber von anderer Art und in ganz anderen Gegenden, wo wir noch hinkommen!
Bergen ist für Norwegen ihr kleines Schmuckstädtchen, das sie überall vorzeigen können und das Touristen anzieht wie die Fliegen, mit seinen bunten Holzhäusern, die sich am Kai aufreihen, hat es etwas romantisches, verspieltes, ein kleines naives Hafenstädtchen, äußerst sehenswert.
 

 


Es gibt hier so wie die Stadt, kleine aber feine Museen, wovon sogar einige auf dem Wasser sind, leider finde ich unser Schiff nicht online im Museumsführer, aber wir haben ein altes Seegelschiff gekapert und uns alles genauestens erklären lassen.
Für alle die es interessiert und die eine starke Priese abhaben können hab ich mal zwei Seiten rausgesucht. 
http://www.bergen-guide.com/
http://de.wikipedia.org/wiki/Bergen_%28Norwegen%29


Viel ist mir von Bergen eigentlich nicht mehr in Erinnerung, außer den aufgereihten Holzhäusern und dem Flair eines verträumten Hafenstädtchens, denn wir waren auf dem Weg nach Norden und dieses mal sollte das nicht mit dem Zug oder Auto sein, dieses mal wurde ein Schiff gekapert, oder besser gesagt, wir buchten eine Schiffsfahrt, die wir uns leisten konnten, entlang der Fjorde, sollte es so weit wie möglich in Richtung Norden gehen.


Die Passage wurde gebucht und wir entspannten uns auf Deck und hörten um uns das Meerwasser plätschern und die Möwen kreischen, während uns die Sonne verwöhnte.
Es ging die ganze Zeit an Inselchen und Landgruppen vorbei, so das uns auf dem Wasser nicht langweilig wurde.
 

 

 


Bis wir dann bei Strahlendem Sonnenschein, Stunden später in die Bucht von Skodje eintauchten

 




NORWEGEN - SKODJE


In Skotje erwartete uns ein solcher Anblick, das wir uns sagten, so kann das nicht weiter gehen! je weiter wir in den Norden tauchen, desto weniger Leute sind unterwegs und desto gefährlicher wird das dann auch, also nachdem wir eine Pension ausgemacht hatten,, suchten wir das erstbeste Postamt auf und telegrafierten nach Hause:
Sind in Pension ..... Skodje, Norway, hallo Mutti, bitte schick zwei Interrail Ausweise per Express!


So saßen wir hier, vor uns das Meer, hinter uns die Berge und über uns die Sonne...
 Wie in einem Märchen, ein Grund und Platz für meine Schwester wandern zu gehen, was mir überhaupt nicht bekam, aber ok, wenn Wir schon meinen Kulturhunger fütterten, so musste ich doch etwas nachgebben und die ganze Zeit sitzen ist ja auch nicht gerade gesund, also fangen wir uns ein paar Wasserblasen ein.


Zum wandern war es hier optimal und für die Kultur wurde auch gesorgt, neben vielen Feilichtmusseen gab's hier auch ein Künstlerdorf mit den verschiedensten ländlichen Kunststilen, die aber nicht in meinen Geldbeutel passten, so beliesen wir es beim gucken und staunen.
An einer Bucht stand auch ein original nachgebautes Wikingerschiff mit geschnitztem Drachenkopf. und vieles, vieles mehr zu sehen.

 


 
Eines Tages lag morgens auf der Post (ich glaube nach vier Tagen) ein Einschreiben mit unseren Interailausweisen, jetzt konnte es weiter gehen, mit der Bahn, die sich durch die Berge entlang Richtung Norden durch tausend Tunnels schlängelte, Richtung Navik.

NORWEGEN - NAVIK


In Navik angekommen regnete es im Strömen, da wir hier ja so ziemlich weit im Norden sind, geht die Sonne erst gegen 23:00 Uhr unter, wir kommen gegen Abend an und müssen uns einen Schlafplatz für die Nacht suchen. 
Alle Pensionen und Jugendherbergen sind hier voll bis zum geht nicht mehr, da denkt man sich doch, das gerade hier so hoch im Norden Ruhe herrscht, aber nichts, dann steht noch in unserem Reiseführer etwas von einem evangelischen Pfarrer, der Rucksacktouris in seiner Aula übernachten lässt, wir klopfen an und er öffnet, schickt uns aber trotz bitten, ob wir denn nicht wenigstens im überdachten, zuhenen Eingansbereich unsere Schlafmatten ausrollen könnten, weg!
Als eingefleischter Atheist war ich dann natürlich wieder mal am schimpfen und wir fuhren bei regen mit dem Buss in das Stadtzentrum.
Busshaltestellen, die waren überdacht, da konnte man doch vielleicht? Na ja, erst mal kosten wir den Tag aus und sehen uns die Stadt an, gehen ein bisschen shoppen und dann sehen wir weiter!
Hier gab's alles mögliche zu kaufen, vom Norwegerpulli bis zum Elchfell und da alles so nass war und ich kuscheln wollte , vielleicht die Elke auch, hat sich jeder ein Renntierfell zugelegt, ziemlich strack mit langem Haar und enorm haarend noch dazu, aber gut gegen Regen!
Es wurde so langsam dunkel, wo jetzt hin? Unterwegs sahen wir eine alte Kirche, na ein Versuch war's wert, vielleicht war der Eingang offen und man konnte sich im Eingansbereich hinlegen? Wir versuchten und es war tatsächlich offen! Supi! Hatte also Jesus nicht geflunkert als er meinte kommet ihr Beladenen, denn über zehn Kilo auf dem Buckel rumzuschleppen ist auch kein Kinderspiel, ok, die Kinder haben heutzutage mehr im Schulranzen, aber was nicht sein muss, muss nicht sein!
Also wurde ausgepeilt, wir setzten uns erstmal in eine Bank und warteten was da noch passiert, denn gleich danach machte es knarrrrrrrrr! Die Eingangstür! Da kam ein älterer Herr, er fing an die Lichter zu löschen und fragte uns dann, was wir wollten. wir fragten, ob wir in der Kirche übernachten dürften, er schüttelte den Kopf, das ginge ja mal garnicht, dann überlegte er und meinte, wir sollen mitkommen.


Wir landeten in einer Art Gemeintehaus, in einem Raum saßen mehrere Männer älteren Kalibers, tranken Kaffe und aßen Kuchen, zuerst mal wurden wir mit Kaffe und Kuchen abgefüllt, schon wieder süßes! Dann bekam Jeder noch ein Fresspaket mit Kuchen. da ein Mann in der Versammlung deutsch konnte, erzählte er uns was es damit auf sich hatte:
Wir trafen hier auf eine Gruppe ehemaliger Alkoholiker, die gemeinnützige Sachen machten, so wie Gebäude abzuschließen und überwachen und er meinte, sie hätten da was für uns, wo wir für die Nacht schlafen konnten, also gingen wir los und landeten vor einem großen weißen Holzgebäude, von dem die Farbe etwas abblätterte.


Dies war das ehemalige Hotel der deutschen Marine im zweiten Weltkrieg, hier wohnte keiner und die Zimmer waren auch nicht bewohnbar, ausser einer Art Wachzimmer mit Liegesofa im Eingangsbereich und einer Küche am Ende es Flours. Die Herren verabschiedeten sich mit der Auflage, dies niemandem zu sagen, o.k. ich denke es sind dreissig Jahre vorbei, jetzt kann Ichs mal ausplaudern und den Schlüssel sollten wir am nächsten Morgen unter die Eingangsfussmatte legen, was wir dann natürlich auch machten.


Das Zimmer war für uns wie ein kleines Paradies, es gab sogar einen Fernseher, in dem wir Erik Ode als "Komissar" sehen konnten in deutsch mit norwegischen Untertiteln. wir mampften Kuchen und rollen auf dem Sofa unsere Schlafsäcke aus und schlummerten bis zum nächsten Morgen, dieser begann sonnig, wir schauten in ein-, zwei- Zimmer des Hotels, da es da am Abend zu dunkel für war, es gab ja keinen Strom da Oben, ausserdem hatten wir ein wenig Schiss, denn das große düstere Hotel erinnerte uns ein wenig an einen Gruselfilm und da wir uns bis in die Nacht Gruselstorries erzählten, schaute ich auch nur in zwei Zimmer und merkte gleich da wohnt schon lange Keiner mehr!


Wusstet ihr, das Holzhäuser nachts knarzen und athmen!
An diesem Tag war unser erster Gang zum Bahnhof um in Erkundung zu bringen, wann die Züge abfahren, denn noch eine Nacht in diesem überfüllten Touristennest wollten wir nicht über uns ergehen lassen.
Leider ging es von hier aus nicht weiter nördlich mit dem Zug, für Nordfahrer war hier Endstation und man konnte entweder sein Glück per Anhalter versuchen, was eine Changse von 1 zu 100 war oder mit einem Schiff für ein oder zwei Wochen in die nördlichen Fiorde fahren, was bestimmt seinen Anreitz hatte aber für uns wenig Sinn machte, da wir sonst umsonst ein Interrailticket gekauft hätten und Andererseits diese Reisen wirklich unerschwinglich für unseren Geldbeutel waren.
Also ging es weiter mit der Bahn, sozusagen Oben rum, Richtung Finnland.
Finnland, das Land der Seen, Kiefern und Blockhütten, so hab ich das in Erinnerung, alles in Braun und Grün, mit strahlendem blauen Himmel und das alles spiegelte sich wieder auf der Oberfläche der vielen Seen.


Bevor mir dem aber gewahr wurden mussten wir in Schweden umsteigen, also nochmals mit unserem restlichen Kronen, stürzten wir übereilt in einen Supermakt um unsere Vorräte zu füllen.
Neben der Sauermilch haben die schweden noch ganz Andere Essgewohnheiten, vor allem gibt es Dosen mit Fleischbällchen, angeblich die Delikatesse, wobei die Verpackung eher nach Hundefutter aussah, aber eine dieser Dosen musste mit, denn so viele Schweden, die konnten sich doch nicht im Geschmack teuschen! Einen Dosenöffner werden wir schon irgendwo ausleihen können um das Ding zu knacken, es ergab sich, das wir das Teil bis Koppenhagen mit uns rumschleppten, aber das ist eine andere Geschichte, die kommt später.
Wir fuhren mit der Bahn bis nach "Savolina" in Finnland.


FINNLAND - KUHMAINEN


Ich hatte jetzt nicht weiter gemacht, weil ich zugeben muss, das ich schon Einiges vergessen hatte und genaue Nachweise wo wir teilweise waren, gerade in Finnland, hab ich nicht mehr.
Dazu kommt noch, das wir schon in Navik beschlossen hatten endlich aus diesem Siffwetter, das zumeist wütete und von den Schnaken und dem schlechten Eisenbahnnetz in die Sonne zu reisen, meine Knochen wollten sich im Meer baden und da das Wetter auch nicht bei der Fahrt nach Finnland besser wurde, beschlossen wir endgültig von Helsinki aus in den Süden zu reisen, immerhin waren wir dann in etwa vier Wochen hier, aber vorher wollten wir uns noch das ewige Bollwerk zwischen Ost und West anschauen.
Die Festung Olavinna
http://de.wikipedia.org/wiki/Olavinlinna
Die gebaut wurde um Schweden vor dem Osten zu schützen, ziemlich früh erbaut, gehörte sie einmal zu Schweden, dann wurde sie wieder von den Russen eingenommen, inzwischen liegt diese Feste im Westen von Finnland, zwischen romantischen Seen, umgeben von Kiefernwäldern und ist ein Ort der kulturellen Besinnlichkeit, seit Anfang des letzten Jahrunderts dient Sie als Festivalort für Klassikkonzerte, leider bekamen wir keine Karten mehr, auserdem konnten wir uns das eh nicht leisten, so machten wir dann am Mittag eine Führung mit:
 

 

Es windete sehr und ein Seemann würde sagen, es ging eine steife Briese, das liegt aber auch teilweise daran, das entgegen zu Norwegen und Schweden, Finnland nun mal absolut platt ist, es gibt Zwischendrin ein paar Hügel, aber das war's und vielleicht steht auch fast auf jedem Hügel eine Burg.


Ich muss zugeben, nachdem wir uns entschlossen hatten in den Süden zu reisen, wurde das Wetter schlagartig besser, die Sonne kam raus und es strahlte überall, was ne fiese Sonne aber auch oder waren da die Wolken schuld, oder doch eher der Wind?
Da ich ja nach meinem Urlaub meine Bildhauer Ausbildung starten wollte, kam mir ein Messerschmied, der die Messer am offenen Feuer bearbeitete gerade recht.
Wir Beide stürzten uns in Unkosten, dazu muss ich sagen, zumeist war das so, was die Eine hatte mußte auch die Andere haben, so habe ich jetzt noch zwei original H. Roselli Messer, die ich kein einziges Mal geschärft habe, aber täglich in der Küche gebrauche, zum Schnitzen hab ich die nie benutzt, denn erstens hatten sie eine zu dicke und zu starre Klinge, auserdem waren sie mir dazu dann immer zu schade, nun hab ich mal für Euch gegoogelt und was denkt Ihr was ich gefunden habe? nach dreißig Jahren gibts Den noch!
http://www.messerspezialist.de/rosel...FcsmtAodI1YhQA
http://www.knivesaustralia.com.au/roselli.html
wie klein die Welt ist!


Ich weiss nur noch, das wir hier wandern gegangen sind, denn meine Schwester ist ein Wanderbursch, was man von Mir gerade nicht behaupten kann, vielleicht weiss ich deshalb nicht, wo wir überall waren, auserdem ist es bei mir im wandern so, das ich wenn ich nicht gerade fotografiere, total in mich gehe und an was ganz Anderes denke, seit frühester Jugend ein Schutzmechanismus! 
Nach zwei drei Tagen ging es dann weiter mit dem Zug nach Helsinki.
 

FINNLAND - HELSINKI


Helsinki!
 Was soll ich sagen!? 
Als Teenager schwärmte ich schon für Petersburg, vielleicht wegen Visotzky oder wegen Baryshnikoy http://www.youtube.com/watch?v=--LbF...eature=related oder eifach weil ich damals einen Bericht über die Stadt im Merian gelsen habe, keine Ahnung, inzwischen weiss ich, das ich da als Normalbürger wirklich nicht wohnen wollte!
 Nun waren wir in Helsinki, und diese Stadt hatte so viel vom Russischen Traum oder der Monumental Architektur.
 Große Hauser Stralten da in der Sonne, eine Stadt zum flanieren, was wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollten war der gigantische Dom, der auf endlosen Treppen trohnte, wie ein Thempel der Aztheken, nur mit Kuppel und Kreuz.

 


 

Nach unserem Stadtbummel setzten wir uns auf die Treppen und warteten darauf, das es Zeit wurde zur Fähre aufzubrechen.


Und während Alexander II noch vor dem Dom steht, Richtung Meer blickt und Ihm die Möwen aufs edle Haupt kacken, sind wir schon unterwegs und haben Skandinavien den Rücken gekehrt.

Sonne, Meer, Margaritas....
 Wir kommen!

DÄNEMARK - KOPENHAGEN


Da wir sehr gut im einsammeln von Unmöglichkeiten sind, zum Beispiel zwei Rentierfelle aus Navik, einen Norweger Pullover, zwei Messer, ein dickes Buch .... und und und, nahmen wir uns vor, diese Utensilien zuerst zu Hause zu deponieren und einmal richtig zu baden, da wir bei der letzen Jugendherberge nicht mehr genug Münzen für Wasser hatten um uns die Haare zu waschen, also den dreckigen Zopf zusammengedrillt und unter die Kappe geschoben, Beide duftend, kamen wir in Kopenhagen am Bahnhof an.
Hier gab es einen Zug Richtung Süden, der sollte aber ganz durch Deutschland fahren, was wir natürlich nicht wollten, denn wenn man im Eigenen Land fährt, dann muss man die Hälte des Fahrpreises zahlen, also sollte diese fahrt nur bis Bremen gehen und von da aus über Frankreich bis Straßburg wo uns unsere Mutter abholen wollte.


Beim auspacken unserer Utensilien am Bahnhof kullerte uns unsere Fleischklöschendose aus Schweden entgegen, das war doch jetzt die richtige Malzeit, bevor wir uns im Süden mit Käse, Baguett, Fisch und Salami verköstigen wollten, also Kocher ausgepackt und Topf aufgestellt, oh weih, wir haben ja garkeinen Dosenöffner! Also wurde ich losgeschickt einen Dosenöffner bei den vielen Rucksacktouris zu organisieren, hatte dann auch einen ergattert von ein paar Jungs, also das Teil aufgemacht und den Öffner dankend zurückgebracht, oh je, hätte ich nur keinen Öffner gefunden, denn das was uns da erwartete, nach ewiger Kocherei, das war.... würgs in Tomatensose und das sollte das schwedische Nationalgericht sein?
 Pfui!

 

 

 
Als dann der Zug eintraf, waren wir natürlich wieder zu spät, meine Schwester musste alles auf den letzten Drücker machen, also den Kram eingepackt und an dem überfüllten Zug entlang, irgendwo, müssen doch noch zwei Plätze sein, viele hatte die Vorhänge zugezogen, damit sie ihre Ruhe hatten, ok. aber mit so Jemanden zu reisen, der sich ständig gestöhrt fühlt ist auch nicht lustig.
Bis wir zu einem Abteil kamen, wo vier Jungs rausguckten und uns zuwunken, unsere Helfer in der Not! Sie hatten uns ihre übrigen zwei Plätze im Abteil frei gehalten! Supi!
Kaum im Zug, stellten wir uns gegenseitig vor, lasst mich mal überlegen, ich glaube das waren zwei Australier, ein Korse und ein Thailänder, sie wollten alle weiter fahren als wir und hatten sich Unterwegs kennen gelernt.
Kaum fuhr der Zug los, packte jeder seine Essensutensilien aus, das war gut, denn die Klöse waren nicht so mein Ding und wir hatten Brot, Salami (Salami ist immer gut, weil die lange hält), Käse, Obst Gemüse, Jeder steuerte etwas zur Tafel bei, der Thai hatte auch eine Art Hack und meinte stolz er hätte Tartar, aber keiner von uns konnte Ihm das bestätigen, da ja keiner finnisch verstand, so beschlossen wir auf den Schaffner zu warten, bevor wir Andere da zugriffen, er ass munter, als nun der Schaffner kam, fragte Er Ihn auf englisch "Sorry Sir, is this ....wieeeher...hüha?" Der Schffner schaut sich die Packung an, geht damit raus und macht den Vorhang zu, draussen hört man Gelächter, nach einer Minute kommt Er wieder Rein und meint: "No, this is ... oing oing grunz!"
Unserem armen Thai ist sein Tartat fast im Hals stecken geblieben und vor Unserem Abteil standen eine menge Leute einschließlich des Schaffners, die sich die Bäuche hielten vor Lachen.
Dies war wirklich die amüsanteste Zugfahrt meines Lebens, wir erzählten von unseren Reisen und Erfahrungen und wo man unbedingt hin musste und wo wir uns eventuell wieder treffen konnten, denn wir ließen uns nicht umstimmen weiterzufahren, später schliefen wir Beide ein und wachten auf, weil der Zug stand, Einer unserer Australier war wach, sagte aber nix, erst als wir fragten wo wir denn sind, meinte er "i think this is your Station!" aber ganz leise.
wir hektisch aus dem Fenster gekuckt: BREMEN! Nix wie raus!
Schnell unsere Sachen gepackt, ein "Tschüss" und raus aufs Abteil gehüpft und der Zug fuhr ab.
Schade!
Nun sassen wir da, auf den gottverlassenen rusigen Bahnhof mitten in der Nacht, unser nächster Zug sollte erst in Stunden abfahren.
Nach ewigem Hin und Her und doch keinen Abstecher nach Brüssel und Amsterdam waren wir ja eh schon, das muss nicht sein, sind wir wieder in der nächsten Nacht in Straßburg gelandet, oder soll ich eher sagen Morgen, denn um fünf Uhr machen da schon die Bistros auf, super, zwei Milchkaffe und zwei Coissants und zu einer angenehmen Zeit wird dann zu Hause angerufen zum Abholen.
Uns hielt es aber nicht lange zu Hause, einmal baden und durchschlafen und direkt auf den nächsten Zug nach Paris, da geht es aber ein Andermal weiter, ausserdem sind wir Beide wenn ich zugeben darf keine Paris Fans und wenn ihr was über Paris hören und sehen möchtet, dann eröffne ich Euch einen extra Tread, aber wir landeten irgendwo ganz Anders.